Wenn der Mond hoch am Himmel steht, verblassen die Farben und die Welt reduziert sich auf das Wesentliche: Licht und Schatten. Meine neuesten Arbeiten fangen genau diese Magie ein. Inspiriert von der traditionellen Scherenschnittkunst habe ich wichtige Orte meines Lebens in nächtliche Muster verwandelt.

Aus der Vogelperspektive wird die Megacity New York zu einem filigranen Geflecht, Teneriffa wirkt wie eine leuchtende Insel im dunklen Ozean und das vertraute Seebecken Zürichs strahlt eine tiefe Ruhe aus.

Es ist der Blick des Mondes auf unsere Erde – kontrastreich, zeitlos und wunderschön unaufgeregt.

Berlin: Wo alles begann

Digitale Karte von Berlin im kontrastreichen, schwarz-weißen Scherenschnitt-Stil mit Fokus auf das Straßennetz um die Spree und Kreuzberg SO36.
Wo alles begann: Die unendlichen Linien von SO36, tief in meinen Wurzeln verankert.

Das dichte, fast nervöse Liniengeflecht im Herzen Europas. Berlin. Genauer gesagt: SO36. Hier bin ich grossgeworden, hier wurde ich geprägt. Das Pflaster von Kreuzberg steckt tief in meinen Wurzeln. Im Scherenschnitt wirkt das vertraute Strassennetz wie ein lebendiger Organismus – ein unendliches Muster aus Erinnerungen an die Jugend, an Freiheit und die Anfänge meines Weges.

Teneriffa: Wo mein Herz blieb

Digitale Karte der Insel Teneriffa im kontrastreichen, schwarz-weißen Scherenschnitt-Stil mit markanter Hervorhebung des Teide-Vulkanmassivs im Zentrum.
Ein Stück Herz am Fusse des Teide: Wo das dunkle Vulkangestein auf das dunkle Meer trifft.

Wie ein leuchtender Solitär liegt die Insel im tiefen Schwarz des Atlantiks, überragt von der unverkennbaren Silhouette des Teide. Auf Teneriffa habe ich eine Zeit lang gelebt – und man sagt ja, dass man ein Stück von sich zurücklässt, wenn man weiterzieht. Ich habe mein Herz an diese Insel verloren. Die rauen Konturen des Vulkangesteins im Kontrast zum sanften Meer fangen diese Sehnsucht perfekt ein.

Lachen: Wo ich atme

Digitale Karte des oberen Zürichsees im kontrastreichen Scherenschnitt-Stil mit Fokus auf die Ortschaft Lachen am Südufer und den Seedamm von Rapperswil-Jona.
Ankommen im Hier und Jetzt: Geborgenheit zwischen der Weite des Wassers und der Ruhe der Berge.

Ein ganz anderer Rhythmus. Sanfter, beständiger. Das ist Lachen, der Ort, an dem ich jetzt lebe. Eingebettet in die Geografie des Sees, hält mich dieser Ort im Hier und Jetzt. Es ist ein Ankommen zwischen der Weite des Wassers und der Ruhe der Berge. Im Bild strahlt die glatte Fläche des Sees eine tiefe, nächtliche Geborgenheit aus. Mein Zuhause.

New York: Wo die Träume wohnen

Digitale Karte von New York im kontrastreichen Scherenschnitt-Stil mit Fokus auf das markante Straßenraster von Manhattan, den Central Park und den Hudson River.
Der Blick über den Tellerrand: Wenn die Träume gross werden und Manhattan ganz nah rückt.

Manhattan, ein scharfkantiges Raster, durchschnitten vom Hudson River. New York ist für mich kein Ort der Vergangenheit oder Gegenwart, sondern ein Ort der Zukunft. Wenn ich gross träume, dann wird mein geliebtes Berlin plötzlich ganz klein und New York ganz nah. Es ist die visuelle Metapher für den Blick über den eigenen Tellerrand, für die Sehnsucht nach der unendlichen Weite der Möglichkeiten.

Vier Orte, festgehalten im Spiel von Licht und Schatten. Sie zeigen, dass Heimat kein einzelner Punkt auf einer Karte sein muss, sondern ein Mosaik aus Momenten ist.

Welche Orte würden auf eurer Landkarte des Herzens auftauchen?

Die Welt in Licht und Schatten